Die March-Thaya-Auen sind in Gefahr!
Bitte unterzeichnet alle das Manifest des WWF!

http://www.die-au.at/

Mit Ihrer Unterstützung haben bereits an die 13.000 ÖsterreicherInnen das Manifest zur Rettung der March-Thaya-Auen unterschrieben. Kämpfen Sie weiter mit uns! Denn 500 Tier- und Pflanzenarten sind bedroht. Die Au trocknet aus und wird von Straßen- und Hafenbau und Industrieparks zerstört!

Die March-Thaya-Auen sind das artenreichste Flußgebiet Österreichs. Doch das „Grüne Herz“ zwischen Wien und Bratislava ist in Gefahr: Flußverbauung, Straßenbau und der Umbau der lebendigen March hin zu einem toten Schifffahrtskanal bedrohen die Aulandschaft. Wir fordern den langfristigen Schutz der March-Thaya-Auen und eine zukunftsorientierte Entwicklung für diese Region.

Die Flußlandschaft an March und Thaya ist eines der letzten unzureichend geschützten Naturjuwele Österreichs. Sie bildet ein unvergleichliches Mosaik aus ausgedehnten Auwäldern, üppigen Auwiesen und einem dichten Netzwerk an Augewässern. Das wichtigste Greifvogelgebiet Österreichs dient mehr als 500 gefährdeten Arten als Rückzugsraum. Jahrzehntelang war die Grenzregion durch den Eisernen Vorhang vor menschlichen Eingriffen geschützt. Jetzt ist Österreichs Schatzkammer der Artenvielfalt akut bedroht! Flußverbauung, Straßenausbau, Wirtschaftsparks und die geplante Errichtung eines Schifffahrtskanals werden die Auenwildnis im Osten Österreichs unwiederbringlich zerstören. Statt unkoordinierter Einzelprojekte brauchen wir ein zukunftsfähiges
Gesamtkonzept, das den wirtschaftlichen Aufschwung der Region gewährleistet ohne die ökologischen Schätze zu gefährden!
Die Entwicklungschancen, die sich aus dem natürlichen Reichtum des Gebiets ergeben, müssen viel besser genutzt werden. Die Länder Niederösterreich und Wien sowie das Lebensministerium haben es in der Hand, die einzigartige Vielfalt der March-Thaya-Auen jetzt für die Zukunft zu sichern! Sonst wird das „Grüne Herz“ zwischen Wien und Bratislava in wenigen Jahren so aussehen wie die chaotische Industrielandschaft im Süden Wiens.
Die Auen an March und Thaya beherbergen eine gleichwertige biologische Vielfalt wie der Nationalpark Donau-Auen. Sie müssen deshalb genauso gut geschützt und für die kommenden Generationen bewahrt werden! Retten wir das letzte Auen-Paradies Mitteleuropas!
Die March-Thaya-Auen in der Dreiländerregion Österreich-Tschechien-Slowakei umfassen 60.000 Hektar und sind seit 2007 als Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung (Ramsar-Gebiet) anerkannt. Ein Schutzgebiet auf dem Papier schützt jedoch nicht vor der Zerstörung! Die March-Thaya-Auen in Österreich verfügen über keine Verwaltung, keine Schutzgebietsbetreuung und kein nachhaltiges Entwicklungskonzept mit den Nachbarländern.

Die Auen sind akuten Bedrohungen ausgesetzt:

• Die Regulierung der beiden Flüsse führt zu einer schleichenden Verlandung der Au.
• Die lebendige March soll von Devin bis Prevov in einen toten Schifffahrtskanal umgebaut werden.
• Die geplante S8-Autobahn soll mitten durch das wertvolle Amphibiengebiet „Lange Luss“ südlich     von Marchegg führen.
• Ein Mega-Verkehrsknotenpunkt in der Region Malacky mit Flug- und Flußhafen sowie Autobahn-Anschlüssen soll hunderte Hektar wertvoller Aulandschaft zerstören.
Die UnterzeichnerInnen des Manifests setzen sich deshalb für ein länderübergreifendes Schutzgebiet wie einen Nationalpark oder einen Biosphärenpark ein, der
• den einzigartigen Naturraum der March-Thaya-Auen entsprechend den internationalen Verpflichtungen dauerhaft bewahrt
und
• eine nachhaltige, ökologische Entwicklungsperspektive für die Dreiländerregion Österreich-Tschechien-Slowakei bietet
Die UnterzeichnerInnen dieses Manifests richten ihren Appell für die Rettung des letzten ungeschützten Naturparadieses Mitteleuropas an die zuständigen Politiker in Österreich, Tschechien und der Slowakei.

WALFANG

8. Juli 2010
Wir haben es geschafft! Der Vorschlag zur Legalisierung der kommerziellen Waljagd ist gescheitert, und unsere Kampagne hat dabei geholfen.

In wenigen Wochen haben wir die weltweit größte Petition für den Walschutz auf die Beine gestellt. Über 1,2 Millionen von uns haben unterzeichnet, und die Petition wurde direkt an ausschlaggebende Delegierte der Internationalen Walfangkommission (IWC) überreicht. Schlußendlich wurde das 24-jährige Walfang-Moratorium aufrecht erhalten.
Die Walfang-Lobby versuchte den vermeintlichen Kompromiß, eine Waljagd-Quote, mit politischen Geschenken durchzubringen. Doch hinter verschlossenen Türen stieg die Spannung, und unsere gigantische Petition wurde zur Top-Story in den BBC Weltnachrichten. Gemeinsam mit Verhandlern und anderen Verbündeten versuchten wir den Druck dort zu erhöhen, wo er am Nötigsten erschien, und konnten so die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit gewinnen.
Der australische Umweltminister empfing unsere Petition vor den Augen der Weltmedien und sagte: "Vielen Dank, Avaaz. Es ist mir ein großes Vergnügen, diese Petition entgegenzunehmen... Ich glaube, dass die Stimmen der Menschen dieser Welt gehört werden müssen. Ich höre sie heute mit Sicherheit."
Die US-Delegation begrüßte uns mit folgenden Worten: "Avaaz! Wir haben eure Plakatwand am Flughafen gesehen!", und Delegierte diskutierten aufgeregt unseren Echtzeit-Zähler, als dieser weit über die Eine-Millionen-Marke raste.
Nach der Konferenz sagte uns ein europäischer Delegierter: "Wir konnten das Moratorium aufrecht erhalten ... Ich sah mir die Online-Petition an. Ich war beeindruckt, wie schnell die Unterschriftenzahl nach oben ging und mitzuverfolgen wie Menschen aus der ganzen Welt unterzeichnen.“
Die ist ein wichtiger Erfolg für die Wale und für die weltweite Bürgerbewegung. Zusammen haben wir gezeigt, daß internationale Entscheidungen mit ein wenig gezieltem Druck von vielen Leuten gleichzeitig beeinflußt werden können.
Doch der Schutz der Wale kann mit diesem Erfolg allein nicht garantiert werden. Japans Walfangflotte fährt in diesen Augenblicken durch die Schlupflöcher der IWC, um unter dem Deckmantel der Wissenschaft Hunderte Wale zu töten.
Um zu gewinnen, müssen wir nun unsere Kampagne auf die Stärkung und Reform der IWC ausrichten und die Öffentlichkeit in Walfang-Nationen wie Japan mobilisieren. Dort kennt man Avaaz bereits, da wir in der Vergangenheit schon einmal die Klima-Politik beeinflußt haben.
In kurzer Zeit hat sich eine einfache demokratische Idee zu einer schlagkräftigen Bürgerbewegung entwickelt. Gemeinsam zeigen wir, daß sich Bürgerinnen und Bürger gegen mächtige Interessen durchsetzen können. Sei es beim Walschutz, bei der Korruptionsbekämpfung, bei der Unterstützung von authentischen Demokratiebewegungen oder beim Einsatz für ein echtes Klimaschutzabkommen – wir kommen zusammen und schließen gemeinsam die Lücke zwischen der Welt, die wir haben, und der Welt, die sich die meisten Menschen überall wünschen.

Avaaz.org ist ein 5,5 Millionen Menschen umfassendes, weltweites Kampagnennetzwerk das sich zum Ziel gesetzt hat, den Einfluß der Ansichten und Wertvorstellungen aller Menschen auf wichtige globale Entscheidungen durchzusetzen.
"Avaaz" bedeutet "Stimme" oder "Lied" in vielen Sprachen

http://www.avaaz.org/

EU-Parlament will kein "Klonfleisch"    ( ORF, 07.07.2010 )

Das EU-Parlament hat sich gegen die Zulassung von Klonfleisch und Milchprodukten geklonter Tiere ausgesprochen. Damit blockierten sie auch die dazugehörende Verordnung für "neuartige Lebensmittel", die entsprechend hätte ergänzt werden sollen.
Neue Richtlinie

Die EU-Kommission soll nun nach dem Willen des Parlaments eine neue Richtlinie erarbeiten, welche Nahrungsmittel von geklonten Tieren oder deren Nachkommen "explizit" verbietet. Bis dieses Gesetz vorliege, soll ein Moratorium jeglichen Verkauf verhindern.

Klonprodukte nicht erwünscht

Eine Eurobarometer-Umfrage von Juli bis Oktober 2008 unter 25.000 Personen in den 27 EU-Staaten lieferte klare Resultate: Fast 60 Prozent der Befragten lehnten das Klonen von Tieren für die Lebensmittelproduktion ab.

Momentan gibt es in der EU keine klare Regelung über die Zulassung oder das Verbot des Verkaufs von Nahrungsmitteln geklonter Tiere.

Ministerrat gefordert

Nach dem Votum im Parlament ist nun der Ministerrat gefordert. Akzeptiert er die Position des EU-Parlaments in Sachen Klonfleisch nicht, muss ein Kompromiss zwischen den beiden Seiten gesucht werden. Die EU-Landwirtschaftsminister hatten sich vor einem Jahr dafür ausgesprochen, Nahrungsmittel von Nachkommen geklonter Tiere zuzulassen.

 http://help.orf.at/?story=10413


STEINIGUNG von FRAUEN

Weltweiter Protest konnte die Iranerin Sakineh Mohammadi Ashtiani vor dem Tod durch Steinigung bewahren.
Aber stattdessen könnte sie gehängt werden, und die Steinigungen gehen vielfach weiter.

Im Augenblick erwartet noch mindestens 15 Menschen diese barbarische Strafe. Opfer werden bis zum Hals eingegraben und dann so lange mit Steinen beworfen, bis sie tot sind.

Ein weltweiter Aufruf ihrer Kinder erreichte die vorläufige Aussetzung von Sakinehs Urteil. Internationaler Druck funktioniert und zeigt, daß wir zusammenkommen und unserem Entsetzen Ausdruck verleihen, Leben retten und Steinigungen endgültig beenden können. Unterschreiben Sie die dringende Petition und leiten Sie diesen Aufruf an alle, die Sie kennen, weiter. Lassen Sie uns diese grausame Praxis JETZT stoppen!
Sakineh sowie zwölf weitere Frauen und ein Mann wurden alle wegen Ehebruch zum Tod durch Steinigung verurteilt. Ihre Kinder und Ihr Anwalt sagen, daß sie unschuldig sei und ihr Geständnis erzwungen worden wäre. Da Sie nur Aserbaidschanisch spreche, habe Sie die Fragen des Gerichts zudem nicht verstehen können.
Obwohl der Iran eine UNO-Konvention unterzeichnet hat, die den Vollzug der Todesstrafe nur für "schwerste Verbrechen" zuläßt und die iranische Justiz die Gerichte angewiesen hat, auf Steinigungen zu verzichten, werden bei Ehebruch immer noch solche Urteile gesprochen.
Sakinehs Anwalt sagt, die iranische Führung habe Angst gehabt vor der Reaktion der iranischen Öffentlichkeit und der Internationalen Aufmerksamkeit . Nachdem sich der türkische und britische Außenminister gegen die geplante Steinigung ausgesprochen haben, wurde das Urteil ausgesetzt.
Sakinehs Kinder führen eine weltweite Kampagne an, um ihre Mutter zu retten und Steinigungen endgültig zu beenden. Eine massive internationale Verurteilung könnte dieses barbarische Urteil stoppen .

Lassen Sie uns nun gemeinsam dieser Brutalität ein Ende setzen. Unterzeichnen Sie die Petition zur Rettung von Sakineh und für ein Ende von Steinigungen!

http://www.avaaz.org/de/stop_stoning/?vl

DER STANDARD, 21.7.2010
http://diestandard.at/1277338489892/Hoffnungen-fuer-afrikanische-Frauen (Klaus Taschwer)

Hoffnungen für afrikanische Frauen

Erstmals dürfte ein Vaginalgel die HIV-Neuinfektionsrate bei Frauen senken. Als noch wirksamer erwies sich indes ein Experiment mit Geldspenden

Der Kampf gegen Aids ist eine lange Geschichte von medizinischen Erfolgsmeldungen, die sich dann doch wieder als nicht so toll herausstellen. Erst im September 2009 jubelten die Weltgesundheits- organisation WHO und viele Medien nach einer hunderte Millionen Dollar teuren Studie in Thailand, dasß eine Impfung das Risiko einer HIV-Ansteckung um 31,2 Prozent gesenkt habe.
Das Ergebnis erwies sich, genauer betrachtet, als wenig sensationell. Erstens war es statistisch nicht besonders signifikant, und zweitens wußte man nicht wirklich, wie das Medikament eigentlich wirken sollte. Bei der laufenden Konferenz "Aids 2010" in Wien wurden die Hoffnung auf eine HIV-Impfungen in absehbarer Zeit indes wieder gedämpft.
Gestern berichteten ForscherInnen in Wien und quasi zeitgleich im US-Fachjournal "Science" vom nächsten möglichen Erfolg bei der Vorbeugung gegen Aids: Ein Vaginalgel, das zu einem Prozent aus Anti-HIV-Wirkstoff Tenofovir besteht, könne die HIV-Übertragung bei heterosexuellem Geschlechtsverkehr um 39 Prozent senken.

HIV-Prävention für Frauen
Auch diesmal zeigte sich die WHO erfreut. Der Unaids-Generaldirektor Michel Sidibe begrüßte die Ergebnisse ebenfalls: "Wir geben Frauen Hoffnung. Zum ersten Mal sehen wir Resultate für eine HIV-Prävention, die von der Frau durchgeführt werden kann." Angesichts der nun wieder geschürten Hoffnungen ist auch die Euphorie über die neue Studie aus Südafrika, wo 5,7 Millionen Menschen HIV-positiv sind, wieder etwas zu relativieren - auch wenn nach vielen gescheiterten Anläufen nun erstmals eine chemische Vorbeugung mit einem sogenannten Mikrobiozid zu helfen scheint.
Zunächst ein Blick auf die Fakten: An der neuen Studie nahmen 889 südafrikanische Frauen im Alter zwischen 18 und 40 Jahren teil, die HIV-negativ waren. 444 Frauen erhielten ein Placebo-Gel ohne Wirkstoff, 445 das echte Gel. Nach einem Beobachtungszeitraum von 30 Monaten zeigte sich, dass es bei den Frauen, die das Placebo-Gel anwendeten, zu 60 HIV-Infektionen kam. In der Gruppe mit dem echten Gel waren es nur 38, also minus 39 Prozent. Zudem senkte es die Genital-Herpes-Infektionen um 51 Prozent.
Abgesehen von den (eher geringen) Nebenwirkungen ist die Anwendung des Gels recht aufwändig: Es sollte bis zu zwölf Stunden vor und zwölf Stunden nach dem Geschlechtsverkehr angewendet werden. Zudem müssen die Zahlen, die auf wenige Probanden zurückgehen, erst noch durch größere Studien erhärtet werden. Schließlich ist die Schutzrate dieses "chemischen Kondoms" von rund 40 Prozent im Vergleich zu einem aus Gummi wenig perfekt.
Immerhin scheint das Konzept richtig zu sein, wie US-Forscher Anthony Fauci in seinem Plenarvortrag bei der Aids-Konferenz indirekt bestätigte: Da das HI-Virus eigentlich ineffizient bei der Infektion von Menschen und ganz am Beginn extrem verwundbar sei, seien Vaginalgels dem Prinzip nach ein brauchbarer Ansatz.
Ein Erfolg ist die Studie, die rund 15 Mio. Euro gekostet hat, jedenfalls für die Pharmafirma Gilead Sciences, die das Gel entwickelt. Deren zuletzt unter Druck geratene Aktienkurse sind nach Bekanntgabe der Studie stark gestiegen - obwohl die Firma das Gel, das pro Anwendung rund 20 Cent kostet, gratis abgeben will.

Geld hilft noch mehr

Erfolgreicher als die Mikrobizid-Studie in Südafrika war eine Untersuchung in Malawi, für die 3800 Mädchen und Frauen zwischen 13 und 22 in zwei Gruppen eingeteilt wurden: Die Teilnehmerinnen der einen Gruppe erhielten ein bis fünf Dollar, wenn sie regelmäßig die Schule besuchten, und ihre Eltern vier bis zehn Dollar monatlich. Die anderen jungen Frauen bekamen kein Geld.

Das Ergebnis: Die Neuinfektionsrate bei den Frauen ohne Geldspenden betrug drei Prozent, jene der Frauen mit Geld, nur 1,2 Prozent. Macht eine Erfolgsquote von über 60 Prozent. Die einfache Erklärung: Frauen mit etwas mehr Geld kamen weniger oft in Versuchung, sich mit riskantem Sex Geld zu verdienen.

Diese Studie kostete übrigens bloß 400.000 Dollar.